Das Stimmungsbild in der deutschen GreenTech-Branche fällt differenziert aus: Unabhängig von ihrer Leitmarktzugehörigkeit beurteilt knapp die Hälfte der befragten Unternehmen (47 Prozent) die aktuelle Geschäftslage als „gut“. Ein „Befriedigend“ vergeben 45 Prozent der Befragten, acht Prozent bezeichnen die Geschäftslage als „schlecht“. 

Richtet sich der Blick aus der Gegenwart in die nahe Zukunft, geben sich die GreenTech-Akteure verhalten optimistisch: Ein Drittel der Unternehmen glaubt –unabhängig von der Leitmarktzugehörigkeit –, dass sich die Geschäftslage bis 2021 verbessern wird. 60 Prozent gehen von einer gleichbleibenden Geschäftslage aus; lediglich sechs Prozent der Befragten rechnen mit einer Verschlechterung. Die positive Bewertung der aktuellen Situation sowie die zuversichtliche Einschätzung der Perspektiven seitens der Unternehmen mit Leitmarktfokus Energieeffizienz korrespondiert mit der starken Gewichtung, die der Energieeffizienz im Kontext Klimaschutz eingeräumt wird. Auffällig ist, dass die Unternehmen mit Leitmarktfokus Umweltfreundliche Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Energie den Status quo und die mittelfristige Entwicklung ihrer Geschäfte relativ zurückhaltend einschätzen. Diese Sichtweise reflektiert die Situation auf den internationalen Märkten, die von zunehmender Konkurrenz und Kostendruck geprägt ist. Nachdem die deutsche Photovoltaikindustrie in den letzten Jahren durch chinesische Wettbewerber Weltmarktanteile eingebüßt hat, gibt es nun Befürchtungen, dass im Segment Windkraft eine ähnliche Entwicklung droht.

Infografik

Beurteilung der aktuellen Geschäftslage und der Geschäftserwartungen differenziert nach Leitmarkt