© EControl-Glas

Wenn den Gymnasiasten in Cham die Köpfe rauchen, liegt es nicht unbedingt an den hohen Temperaturen, weil die Sonne die Klassenzimmer aufheizt. Deren Fenster sind nämlich aus EControl®-Glas. Dieses elektrisch dimmbare Glas kann je nach Tages- und Jahreszeit durch das Anlegen einer geringen Spannung transparent oder teildurchlässig werden, wobei stets der Durchblick erhalten bleibt. So entfallen die Stromkosten für den Betrieb einer Klimaanlage, weil die Räume im Sommer durch Sonneneinstrahlung nicht überhitzen.

Die in puncto Licht- und Energiedurchlässigkeit variable Verglasung wurde von der EControl Glas GmbH & Co. KG entwickelt, einem in Plauen (Sachsen) ansässigen Unternehmen. Der Aufbau der intelligenten Gebäudeverglasung entspricht grundsätzlich einer konventionellen Sonnen- oder Wärmeschutzverglasung im Sandwich-Prinzip. Allerdings besteht die äußere Lage aus einer steuerbaren elektrochromen Verbundscheibe. Dahinter liegt eine leitfähige Polymerfolie. Der Scheibenzwischenraum ist mit Gas gefüllt. Die innere Schicht des Sandwichs bildet die sogenannte Gegenscheibe, die mit einer Wärmedämmbeschichtung versehen ist. Die leitfähige Polymerfolie verfärbt sich blau, wenn eine elektrische Spannung angelegt wird. So können Lichtdurchlässigkeit und Wärmeeintrag in fünf Stufen oder stufenlos gesteuert werden. Ausgelöst wird dieser Farbwechsel durch die Abgabe von elektrischen Ladungen, die zu einer optischen Reaktion in der Beschichtung führt. Die Elektrodenschichten bestehen aus Nanomaterialien mit einem Durchmesser von 20 bis 50 Nanometern.

www.econtrol-glas.de