"Umweltfreundlich Wasser nutzbar machen" – An diesem Leitspruch orientiert sich das Produktportfolio der 3P Technik Filtersysteme GmbH, die sich auf dezentrale Regenwasserbehandlung spezialisiert hat. Für seine Technik zur Reinigung von Regenwasser ist das schwäbische Unternehmen 2013 mit einem GreenTec Award ausgezeichnet worden.

Niederschlagswasser von Straßen, Parkplätzen und Dachflächen ist in der Regel mit Schwermetallen wie beispielsweise Cadmium, Zink, Blei sowie Ammonium oder Polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) belastet. Das 3P Hydrosystem verhindert, dass diese Schadstoffe über die Kanalisation beziehungsweise über das Versickern im Boden ins Grundwasser gelangen. Je nach Größe und Verschmutzungsgrad der jeweiligen Fläche kann die Anlage unterschiedlich dimensioniert und mit verschiedenen Filtern ausgestattet werden. Für Flächen bis zu 175 Quadratmetern kommt das 3P Hydrosystem 400 infrage, das direkt ins Erdreich eingebaut werden kann – und damit kaum Platz beansprucht, der gerade im innerstädtischen Bereich knapp ist.

Das Regenwasser wird im Aufstromverfahren durch die Filterelemente gespült: Zunächst fließt es durch ein Zulaufrohr in einen hydrodynamischen Abscheider. Feststoffe, vor allem Sand, landen durch Gravitation und Sedimentation in dem darunterliegenden Schlammfang ("Teacup-Effekt"). Dieser Schlammeimer lässt sich zur Reinigung entnehmen und über einen Auslass entleeren. Über dem Abscheideraum befindet sich der Filtereinsatz, der den gesamten Gehäusedurchmesser einnimmt.

Der Druck der nachlaufenden Wassermenge presst das Regenwasser nach oben, sodass es sich durch sämtliche Filterelemente quetschen muss. Hier finden nun die Hauptreinigungsschritte statt. Zunächst erfolgt die Filtration. Dabei bleiben etwa 98 Prozent aller Feststoffe mit einer Größe von mehr als 0,4 Millimetern hängen, sedimentieren und landen im Schlammfang. Bei der Adsorption werden Schwermetalle gebunden. Bei der Fällung, der dritten chemischen Reaktion in den Filtersubstraten, werden Moleküle so gewandelt, dass sie unlöslich werden, adsorbiert werden oder sedimentieren. Auf diese Weise wird zum Beispiel Phosphor gebunden. Nach diesen Reinigungsprozessen verlässt das Regenwasser das Hydrosystem über einen Auslauf und kann wieder in den natürlichen Wasserkreislauf integriert werden.

Mit seinen dezentralen Technologien zur Regenwasserbehandlung ist das Unternehmen aus Baden-Württemberg auch im Ausland aktiv. Die in Donzdorf ansässige 3P Technik Filtersysteme GmbH ist in Europa, in Nord- und Südamerika sowie in einigen asiatischen Ländern engagiert.

www.3ptechnik.de