Weltweit lag der Energieverbrauch im Jahr 2016 bei 13.276,3 Millionen Tonnen Rohöleinheiten, und damit gut ein Prozent höher als im Vorjahr. Dennoch sind viele Millionen Menschen nach wie vor gezwungen, ohne Stromversorgung zu leben. Angesichts des globalen Bevölkerungswachstums in Verbindung mit der fortschreitenden Industrialisierung der Schwellenländer wird der Energiebedarf im weltweiten Maßstab weiterhin zunehmen.

Derzeit spielen fossile Energieträger die Hauptrolle im globalen Primärenergiemix: Erdöl, Erdgas und Kohle haben gemeinsam einen Anteil von 85 Prozent am weltweiten Primärenergieverbrauch. Die Energiewirtschaft verursacht damit rund zwei Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen. Daraus wird deutlich, dass die Energiewirtschaft eine Schlüsselrolle im Kampf gegen die globale Erwärmung spielt.

Um die Dekarbonisierung der Energiewirtschaft voranzutreiben, sind vier zentrale Hebel relevant: (1) die Verbesserung der Energieeffizienz, (2) der Ausbau der erneuerbaren Energien, (3) die Verringerung des Ressourcenverbrauchs und (4) der Schadstoffemissionen bei der Nutzung fossiler Energieträger.

Eine wesentliche Voraussetzung für die Dekarbonisierung der Energiewirtschaft sind Flexibilisierungsoptionen: Wenn der Anteil regenerativer Energien wie Photovoltaik und Windkraft ausgebaut wird, muss das Lastmanagement verbessert werden und die Kapazitäten für die Energiespeicherung müssen deutlich wachsen. Denn mit der fluktuierenden Einspeisung dieser erneuerbaren Energieträger steigt die Herausforderung, das für die Netzstabilität erforderliche Gleichgewicht zwischen Stromerzeugung und Stromnachfrage herzustellen. Der Ausbau von Speichertechnologien soll nicht nur den Ausgleich zwischen dem zeitweisen Überangebot regenerativ erzeugter Energie und Nachfrageüberhängen ermöglichen; Speichertechnologien tragen auch dazu bei, erneuerbaren Strom über Sektorengrenzen hinweg zu nutzen.

Die angesprochenen Herausforderungen auf dem Weg zum Ziel einer ressourcenschonenden und klimaverträglichen Energieversorgung lassen sich in vier Handlungsfelder gruppieren: erneuerbare Energien, umweltschonende Nutzung fossiler Brennstoffe, Speichertechnologien und effiziente Verteilungsnetze. Diese Handlungsfelder bilden die gleichnamigen Marktsegmente des Leitmarktes Umweltfreundliche Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Energie (siehe Abbildung).

Marktsegmente und wesentliche Technologielinien

Marktsegmente und wesentliche Technologielinien im Leitmarkt Umweltfreundliche Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Energie