Im Jahr 2050 könnten auf der Erde 2,5 Milliarden Autos unterwegs sein – doppelt so viele wie 2010. Auch das Frachtaufkommen im Güterverkehr wird bis 2050 deutlich zunehmen. Diese Entwicklung ist eine große Herausforderung für den Klimaschutz, denn der Verkehrssektor ist eine entscheidende Größe im Kampf gegen die globale Erwärmung; auf ihn entfällt etwa ein Fünftel der CO2-Emissionen.

Treibhausgasemissionen sind nicht die einzigen unerwünschten Nebenwirkungen zunehmend motorisierter Volkswirtschaften: Vor allem in den Städten beeinträchtigt der Autoverkehr durch Lärm sowie den Ausstoß von Luftschadstoffen wie Feinstaub und NOx die Gesundheit und Lebensqualität vieler Menschen.

Trotz dieser Kehrseiten des zunehmenden Verkehrsaufkommens ist unstrittig, dass Mobilität ein wesentliches Bedürfnis von Menschen und eine Voraussetzung für das Funktionieren moderner, arbeitsteiliger Volkswirtschaften darstellt. Deshalb kommt es entscheidend darauf an, Mobilität nachhaltig zu gestalten. Zentrale Ziele einer Nachhaltigen Mobilität sind die Minderung des Treibhausgasausstoßes sowie die Reduzierung anderer, durch das steigende Verkehrsaufkommen bedingter Umweltbelastungen. Ein wesentlicher Faktor, um den CO2-Ausstoß des Verkehrssektors zu reduzieren, ist die Verringerung der Abhängigkeit vom Öl. Nach wie vor ist dieser fossile Energieträger die Schlüsselressource der Mobilität.

Diese Zielsetzungen bilden den Rahmen für die Systematisierung der Marktsegmente im Leitmarkt Nachhaltige Mobilität: Alternative Antriebstechnologien, Erneuerbare Kraftstoffe, Technologien zur Effizienzsteigerung sowie Verkehrsinfrastruktur und Verkehrssteuerung.

Marktsegmente und wesentliche Technologielinien