Rund um den Globus wachsen die Müllberge; seit Jahren nimmt das weltweite Abfallaufkommen zu. Diese Entwicklung stellt eine enorme ökologische Herausforderung dar: Zum einen verfügen viele Schwellen- und Entwicklungsländer nur über eine unzureichende Infrastruktur zur Abfallentsorgung. Ungeregelte Lagerung, illegale Deponien und Müllverbrennung unter freiem Himmel belasten die Umwelt und stellen beträchtliche Gesundheitsrisiken dar. Verunreinigungen des Bodens, des Grundwassers und der Oberflächengewässer führen zu erheblichen Schäden an Ökosystemen. Hinzu kommt, dass durch die Vergärung organischer Abfälle Deponiegase entstehen, die das extrem klimaschädliche Methan enthalten. Die Abfallwirtschaft ist deshalb auch ein wichtiges Handlungsfeld im Kampf gegen die globale Erwärmung.

Auch in Hinblick auf die Ressourcenknappheit gewinnt die Kreislaufwirtschaft immer mehr an Bedeutung. Die Verwertung von Abfällen hilft dabei, neue Quellen für die Beschaffung von Rohstoffen zu erschließen. So liefert die Abfallwirtschaft wesentliche Beiträge, um dem Ziel eines ressourcenschonenden Wachstums näher zu kommen.

Die Begrenzung der Abfallmengen und die optimale Verwertung des Abfallaufkommens sind die zentralen Anliegen einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Diese Anliegen spiegeln sich in den Marktsegmenten des Leitmarktes Kreislaufwirtschaft wider: Dienstleistungen und Infrastruktur im Bereich Abfallsammlung, -transport und –trennung sind die Voraussetzungen für die Abfallverwertung. Die Marktsegmente Stoffliche Verwertung und Energetische Verwertung umfassen Technologielinien, die (vermeintliche) Abfälle in wiederverwertbare Ressourcen verwandeln. Im Marktsegment Abfalldeponierung sind diejenigen Technologielinien zusammengefasst, die der umweltgerechten Beseitigung von Abfällen dienen.

Marktsegmente und wesentliche Technologielinien